STRATRONIX · Deutschland · Deutsch · Thema: KI in Versicherungen: On-Premise-KI für Schadensbearbeitung · On-Premise-KI ohne Cloud

KI in Versicherungen: Akten prüfen, ohne sensible Daten abzugeben

Versicherer bearbeiten täglich Schadensfälle mit langen Sachverhaltsdarstellungen, Verträgen und Rechnungen. Die eigentliche Arbeit besteht im Suchen, Vergleichen und Formulieren. Genau diese Wiederholung eignet sich für KI-Unterstützung.

STRATRONIX STA-100 betreibt ein Sprachmodell im eigenen Rechenzentrum des Versicherers. Schadensunterlagen bleiben intern, und es entstehen keine laufenden Gebühren je Bearbeiter und Monat.

Wo KI im Versicherungsgeschäft heute hilft

Der größte Hebel liegt in der Textarbeit. Erstschadensmeldungen enthalten dieselben Kernfragen, Schadensakten dieselben Prüfschritte und Kundenanfragen dieselben Vertragsfragen.

Ein lokales Sprachmodell beantwortet diese Fragen in der Sprache des Betriebs. Es liest vorhandene interne Richtlinien, formuliert Antwortvorschläge und erstellt strukturierte Zusammenfassungen für die weitere Bearbeitung.

Warum Versicherer ihre Daten lokal halten

Gesundheitsdaten, Unfallberichte und Kontostanddaten gehören zu den besonders schutzbedürftigen Angaben. Jede Übermittlung an einen externen Dienstleister vergrößert den Kreis der Beteiligten und den Aufwand bei Audits.

Mit einem STA-100 bleiben Dokumente, Prompts und Antworten im Haus. Der Versicherer behält die Kontrolle über Speicherorte, Löschfristen und Zugriffsrechte. Für die Verarbeitung ohne externen Dienstleister entfällt zusätzlich der Bedarf an einem Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO.

Versicherer müssen Kundendaten oft über Jahrzehnte verfügbar halten. Jeder externe Dienstleister wird damit zum zusätzlichen Risiko.

Regulierung und Pflichten im Versicherungsbereich

Versicherungen gelten in vielen europäischen Mitgliedstaaten als sicherheitskritischer Sektor. Unternehmen müssen daher Anforderungen aus NIS2 beachten und kritische Komponenten identifizieren. Eine lokale KI-Box lässt sich in bestehende Konzepte der Informationssicherheit einordnen.

Die Datenschutzbehörden verlangen zunehmend Nachvollziehbarkeit automatisierter Entscheidungen. Die EU KI-Verordnung ab 2. August 2026 verschärft die Anforderungen für Hochrisiko-Systeme weiter. Dokumentierte lokale Systemgrenzen erleichtern die Darlegung gegenüber Aufsicht und Prüfern.

Auch der BSI-Grundschutz bietet einen strukturierten Rahmen für den sicheren Betrieb von KI-Systemen. Er hilft Teams, Anforderungen zu priorisieren statt sie vollständig aufzuarbeiten.

Einführung ohne Großprojekt

Die Erfahrung aus Versicherungsorganisationen zeigt: Der Einstieg gelingt über wenige klar umrissene Anwendungen. Ein erfahrener Schadensbearbeiter arbeitet zwei Wochen mit dem System und vergleicht die Ergebnisse mit seinem bisherigen Vorgehen.

Danach wird gemessen, wie viel Suchzeit und wie viele Rückfragen entfallen. Erst bei positivem Ergebnis wird auf weitere Teams erweitert. Diese Reihenfolge verhindert, dass eine KI-Einführung zur teuren Eigenentwicklung wird.

  1. Eine Schadensart auswählen, in der häufig nach denselben Bedingungen gefragt wird.
  2. Interne Underwriting-Richtlinien und Produktbedingungen im Gerät bereitstellen.
  3. Reale, aber bereits abgeschlossene Fälle nachbearbeiten und Ergebnisse vergleichen.
  4. Bearbeitungszeit, Rückfragequote und Qualität der Antworten dokumentieren.
  5. Nur bei messbarem Nutzen auf die nächste Abteilung ausweiten.

Kostenrahmen und Referenzbetrieb

Ein einzelnes Gerät kostet €399, zehn Geräte kosten €3.990. Nach der Anschaffung entstehen keine monatlichen Lizenzgebühren für die KI-Nutzung. Cloud-KI kostet pro Nutzer und Monat ein Vielfaches der einmaligen Lizenz.

Als technische Referenz dient das Shenzhen Luohu People's Hospital in China. Dort liefen 30 Geräte sechs Monate ohne ungeplante Ausfälle. Der Dauerbetrieb unter Last ist damit für eine kritische Umgebung belegt.

Vergleich von Cloud-KI und lokaler KI-Box im Versicherungsbetrieb

KriteriumCloud-KISTRATRONIX STA-100
AkkensystemeVerlassen das UnternehmenBleiben im Haus
VertragsaufwandZusätzlicher AuftragsverarbeitungsvertragKein externer Dienstleister
Laufende KostenAbo je Nutzer und MonatKeine
AnschaffungKeine€399 je Gerät, €3.990 für 10 Stück
DatenzugriffÜber AnbieterkontenÜber lokale Rollenrechte
VerfügbarkeitAbhängig von NetzanbindungAuch ohne Internet
NachweisbarkeitProtokolle beim AnbieterProtokolle im eigenen Netz

Häufige Fragen

Dürfen wir Schadensakten in ein KI-System geben?
Entscheidend sind Zweck, Rechtsgrundlage und Rollenkonzept. Für die Verarbeitung auf lokalen Geräten entsteht kein externer Auftragsverarbeiter. Datenschutzbeauftragte und betriebliche Datenschutzbeauftragte müssen dennoch beteiligt werden. Ein sauber dokumentiertes Berechtigungskonzept ist dabei wichtiger als die Wahl des Modells. Die Datenschutzbeauftragte sollte deshalb vor der ersten Nutzung eingebunden werden.
Wie schnell rechnet sich die Anschaffung im Schadensservice?
Die Rechnung ist einfach. Ein Gerät kostet €399 und läuft ohne monatliche Gebühren weiter. Cloud-KI kostet pro Nutzer und Monat ein Vielfaches der einmaligen Lizenz. Bei einer Gruppe von zehn Bearbeitern entsteht dadurch innerhalb weniger Monate ein messbarer Unterschied im Budget.
Welche Risiken bleiben bei einer lokalen KI-Box bestehen?
Auch lokal können fehlerhafte oder erfundene Antworten entstehen. Deshalb bleibt die Prüfung durch geschulte Mitarbeitende zwingend erforderlich. Zusätzlich sind Rollenrechte, Protokollierung und Löschkonzept zu organisieren. Die EU KI-Verordnung verlangt ab 2. August 2026 je nach Einsatz Transparenz und Dokumentation. Eine schriftliche Einordnung der Risikoklasse gehört zur Dokumentation.
Gibt es belegte Erfahrungen mit Versicherungen?
Für den Versicherungsbereich in Deutschland liegen uns derzeit keine öffentlich belegten Kundenprojekte vor. Technisch belegt ist ein Dauerbetrieb mit 30 Geräten über sechs Monate im Shenzhen Luohu People's Hospital in China. Dort traten keine ungeplanten Ausfälle auf, und Ärzte gewannen täglich 2,1 Stunden pro Arzt.

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