STRATRONIX · Deutschland · Deutsch · Thema: KI in Fertigung und Produktion: Offline-KI für die Industrie · On-Premise-KI ohne Cloud

KI in Fertigung und Produktion: Daten aus der Halle bleiben im Haus

In deutschen Fertigungsbetrieben entstehen täglich Daten an Maschinen, in Wartungsteams und auf dem Shopfloor. Störungsmeldungen, Messreihen und Schichtprotokolle enthalten wertvolle Information für Prozessverbesserung. Viele dieser Daten verlassen das Unternehmen jedoch nicht gern.

STRATRONIX STA-100 betreibt ein Sprachmodell direkt an der Linie. Wartungsteams fragen ihr Wissen in normaler Sprache ab. Handbücher, Zeichnungen und Störungsprotokolle bleiben lokal, und bei Netzausfall arbeitet das System weiter.

Welche Aufgaben in der Fertigung sich eignen

Der Nutzen entsteht dort, wo erfahrenes Personal Wissen weitergeben muss. Das betrifft Störungsbehebung, Reinigung von Anlagen, Umrüstzeiten und die Suche in technischen Dokumenten.

Sprachmodelle können dabei auch unstrukturierte Schichtnotizen zusammenfassen. Aus handschriftlichen oder getippten Notizen entsteht eine strukturierte Übergabe für die nächste Schicht. Das verkürzt Suchzeiten und reduziert Rückfragen.

Offline-Betrieb als Ausfallschutz

Produktionsanlagen laufen oft in Gebäudeteilen mit schwacher oder zeitweise fehlender Internetverbindung. Ein Cloud-Dienst steht dann nicht zur Verfügung, obwohl er gebraucht wird.

Das STA-100 arbeitet vollständig offline. Es startet ohne Netz, antwortet ohne Latenz aus der Cloud und benötigt keine ständige Synchronisierung. Für die Leitung einer Fertigung bedeutet das weniger Abhängigkeit von fremden Systemen.

In der Produktion zählt nicht die Demonstration, sondern die Verfügbarkeit am Dienstag um drei Uhr nachts.

Qualität, Wartung und Prozessverbesserung

Fehlerhafte Bauteile und Prozessabweichungen werden oft spät erkannt. Wer Störungsursachen schneller findet, reduziert Stillstand und Ausschuss. Ein lokales System unterstützt die Suche in bisher ungenutzten Betriebsdaten.

Die Datenhoheit bleibt dabei beim Betrieb. Betriebs- und Qualitätsdaten müssen nicht in externe Systeme kopiert werden, um durchsuchbar zu sein. Auch die Einbindung in bestehende Produktionssysteme bleibt möglich, weil Schnittstellen lokal dokumentiert sind.

  1. Eine konkrete Störungssituation auswählen, die heute hohe Suchzeit verursacht.
  2. Die zugehörigen Handbücher und Protokolle im Testumgebung bereitstellen.
  3. Fragen formulieren, die ein Monteur tatsächlich stellen würde.
  4. Antwortzeit und Trefferqualität mit der bisherigen Dokumentensuche vergleichen.
  5. Ergebnis in die Teamroutine übernehmen und Wirkung nach vier Wochen messen.

Datenschutz in Produktionsumgebungen

Personalbezogene Daten aus Zeit- und Zutrittssystemen gehören zu den sensibelsten Daten eines Werks. Wer sie mit KI verarbeitet, braucht eine klare Rechtsgrundlage und eine dokumentierte Verarbeitung.

Ein Betrieb ohne Cloud-Zugriff vereinfacht die Einordnung gegenüber Betriebsrat, Datenschutzbeauftragten und Prüfern. Für Verarbeitungen im Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO entsteht kein zusätzlicher externer Vertragspartner.

Abhängig von Risikoklasse und Sektor müssen Unternehmen die EU KI-Verordnung beachten. Für industrielle Anwendungen in sicherheitsrelevanten Bereichen kommen zusätzliche Anforderungen aus BSI-Grundschutz und NIS2 hinzu.

Sichere Referenz aus dem Klinikbetrieb

Belastbare Praxiserfahrung liegt aus dem Shenzhen Luohu People's Hospital in China vor. Dort liefen 30 Geräte über sechs Monate ohne ungeplante Ausfälle im Dauerbetrieb.

Die Ärzte gewannen dabei täglich 2,1 Stunden pro Arzt durch die lokale KI. Übertragbar auf die Fertigung ist vor allem die technische Erkenntnis: ein lokales Gerät bleibt auch unter Dauerlast verfügbar.

Einsatzfelder von KI in der industriellen Fertigung

AufgabeNutzenVoraussetzung
WartungswissenSchnellere Fehlersuche ohne HandbuchsucheAktuelle Anlagendokumentation
SchichtübergabeStrukturierte Übergabe statt StichwortlisteZugang zu Schichtprotokollen
StörungserfassungEinheitliche Meldungen, bessere AuswertungFeste Meldefelder im Betrieb
EinweisungWeniger Einarbeitungszeit für neue KräfteBestehende Arbeitsanweisungen
QualitätsdokumentationFehler einheitlich erfasst und auswertbarVerbindliche Datensätze
WissensnutzungAntworten in normaler Sprache statt SucheAktuelle Fachliteratur vor Ort
KostenkontrolleWeniger Cloud-Gebühren, keine Lizenz je NutzerEinmalige Investition von €399

Häufige Fragen

Läuft KI in der Fertigung auch ohne stabile Internetverbindung?
Ja. Das STRATRONIX STA-100 führt die Berechnung des Sprachmodells vollständig auf dem Gerät aus. Es benötigt weder Cloud-Zugriff noch eine permanente Datenverbindung. Gerade in Produktionshallen mit schwacher Netzabdeckung ist das ein praktischer Vorteil, weil die Anlage unabhängig von Drittanbietern weiterläuft.
Welche Daten dürfen wir dem lokalen Modell geben?
Entscheidend sind Zweckbindung und Rechtsgrundlage. Technische Handbücher, Wartungsanleitungen und anonymisierte Störungsprotokolle sind typische Startpunkte. Enthalten Unterlagen personenbezogene Daten, sind Datenschutzbeauftragte und Betriebsrat frühzeitig einzubinden. Lokale Verarbeitung vereinfacht die Dokumentation, ersetzt aber keine Prüfung der Rechtsgrundlage. Ein Rollenkonzept legt zusätzlich fest, wer welche Dokumente einsehen darf.
Wie hoch sind die Kosten für ein Werk mit 100 Mitarbeitenden?
Zehn Geräte kosten €3.990, einzelne Geräte €399. Es entstehen keine monatlichen Lizenzgebühren je Nutzer. Cloud-KI kostet pro Nutzer und Monat ein Vielfaches der einmaligen Lizenz. Über die Verteilungslogik entscheidet dann die Anzahl der Teams, die tatsächlich parallel arbeiten. Bei sicherheitsrelevanten Anlagen sind zusätzliche Freigabeschritte sinnvoll.
Welche Modelle stehen auf dem STA-100 zur Verfügung?
Das Gerät unterstützt verbreitete Modelle wie Qwen2.5-72B, DeepSeek-V3, ChatGLM4, ERNIE, Llama und MiniMax. Für den industriellen Einsatz ist die Auswahl über den konkreten Anwendungsfall zu treffen. Entscheidend sind Sprache, Dokumentenverständnis und die Frage, ob ein spezialisiertes lokales Modell vorteilhaft ist.

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